Die Fußweg-Brücke vom Weißbachweg zum Schulhof wurde 2026 nach einstimmigen Beschluss des Ortschaftsrats nach Alfred Oberle benannt, dabei wählte man in dessen Sinn die alemannische Bezeichnung für eine kleine Brücke oder einen Steg.

Alfred Oberle hat sich in Mundingen in vielfältiger Weise engagiert. Unvergessen seine Heimatkalender, die er Jahr für Jahr in unterschiedlichen Techniken anfertigte. Er dokumentierte die Freilegung der Alemannengräber und baute mit seinen Schülern Burgenmodelle, Schwarzwalduhren und vieles mehr. In der Kirchengemeinde war er über Jahrzehnte Organist und Leiter des Kirchenchores.

Eine Ausstellung im Rathaus würdigte 2025 sein umfangreiches und vielseitiges Schaffen. Die Fußgängerbrücke, die vom Weißbachweg in den Schulhof führt, wurde 2026 nach Alfred Oberle benannt.

Alfred Oberle – Lebenslauf

Geboren am 31. Dezember 1930 in Weisweil als Sohn des Küfermeisters und Wagners Alfred Oberle und seiner Ehefrau Berta, geborene Hübner
1934 Geburt seines Bruders Wolfgang
1937 Einschulung in Weisweil
1939 Umzug nach Emmendingen in die Klostergasse 1, bedingt durch die Berufstätigkeit seines Vaters in der Klosterbrennerei
1940 Besuch der Dietrich-Eckhart-Oberrealschule Emmendingen (später Gymnasium)
1944 wurden alle Schulen in Emmendingen wegen zunehmender Luftangriffe geschlossen, Praktikum im Wehrle-Werk als Technischer Zeichner
1946 begann der Unterricht im Gymnasium wieder, Klavier- und Geigenunterricht
1949/50 Abitur
Ab Oktober 1950 Studium an der Pädagogischen Akademie Lörrach nach einer Aufnahmeprüfung in Musik (Geige, Orgel, Klavier), Bildender Kunst und einem psychologischem Eignungstests
Studienfächer: Deutsch, Mathematik, Geschichte, Biologie, Physik, Musik, Kunst, Sport und Religion; AGs: Schrift, Schriftgestaltung, Klavier, Orgel
Juli 1951 Fortsetzung des Studiums an der PH Freiburg,
Juli 1952 Erstes Staatsexamen
Sommer 1952 Erste Anstellung als Lehrer in Meißenheim                         
Es folgten Verpflichtungen als Organist, Chorleiter eines Männergesangvereins, Mitglied im Posaunenchor, Leiter eines kirchlichen Jugendkreises
Kennenlernen seiner späteren Frau Hilda
Sommer 1954 Zweites Staatsexamen
1955 Suche nach einer Planstelle, Krankheitsvertretungen
1956 Versetzung auf eine Planstelle nach Elzach, Heirat in Elzach    Ende Oktober Umzug nach Mundingen, Geburt der Tochter Angela
1957 Lehrer, Organist, Leiter des Kirchenchors
1958 Geburt des Sohnes Martin
1961 Geburt der Tochter Renate
1962 Ernennung zum Oberlehrer und Schulleiter
1965 – 1973 Freier Mitarbeiter der Badischen Zeitung
1967 – 1975 Gemeinderat und Bürgermeister-Stellvertreter
1970 erlernte er das Schweißen und so entstanden der geschmiedete Christbaumständer, ein Hängekreuz, die Kerzenleuchter auf dem Altar und an den Säulen der Kirche
1979 Dokumentation der Ausgrabungen auf dem Alemannenbuck
1987 – 1993 Mitarbeiter des Landeskundezentrums in Freiburg
1989 Festbuch zum 850jährigen Bestehen von Mundingen
1993 Pensionierung nach 37 Jahren an der Schule, davon 31 Jahre als Schulleiter
2005 gibt er die Leitung des Kirchenchors nach 49 Jahren ab.
Im März 2020 stirbt seine Frau Hilda. Alfred Oberle gibt das Amt des Organisten für Mundingen und Landeck nach 63 Jahren auf.
Im Dezember 2020, kurz vor seinem 90.Geburtstag, stirbt Alfred Oberle.

Krippe in einer alten Truhe

Oberles Wurfbude und Schülerarbeiten

Modelle von Wasserrad, Sägegatter und Turbine der Mundinger Mühle