1701 Erstmalige urkundliche Erwähnung als Gemeindestube, also als gemeindeeigenes Gasthaus, in dem auch Bürgerversammlungen abgehalten wurden. 1720 Der Küfer Johann Friedrich Krayer gibt als Wirt das Gasthaus „Sonne“ auf und baut das neue Gasthaus „zur Linde“. 1756 Abriss und Neubau wegen Alters und Baufälligkeit, anschließend Neubau. 1798 Versteigerung der „Stube“ durch die Gemeinde zur Geldbeschaffung. Den Zuschlag erhält Andreas Rutsch für 2.500 Gulden Reichswährung. Die Gemeinde lässt sich das Recht einräumen, weiterhin Versammlungen und Gerichtstage darin abhalten zu können. 1854 Übernahme durch den Wirt des Gasthauses „zum grünen Baum (Linde)“, Johann Michael Schuh. 1901 Beim Ausbau des Rathauses wird der Dachreiter mit dem „Glöckli“ von der „Sonne“ auf das Rathaus umgesetzt. 1923 Errichtung des „Sonnensaals“ (für bis zu 350 Gäste) durch dessen Enkel Gustav Schuh. Der Saal dient als Kulturzentrum der Mundinger Vereine und ist wegen seines Tanzbodens für Feiern aller Art berühmt.. 1970 Abriss des „Sonnensaals“ zum Ausbau der Ortsdurchfahrt. Eine Ecke der Gaststätte wird entfernt und ein Durchgang für Fußgänger geschaffen. 1978 Das unter Denkmalschutz stehende Gebäude geht in den Besitz von Siegfried und Christina Kremser, das bisherige Wirtsehepar des „Löwen“, über. 1997 Übernahme der Wirtschaft durch den Sohn Thomas Kremser und nach dem Tod des Vaters auch des Gebäudes. 2011 Der Gaststättenbetrieb wird eingestellt.
Weitere Informationen in: Eckermann, Heinrich: Die Gemeindestube „zur Sonne“ und das ehemalige Gasthaus „zur Linde“ in Mundingen – Emmendinger Heimatkalender 1986, Görner-Druck (Hrsg), Emmendingen 1985
Gasthaus Sonne-Stube und Rathaus vor 1901
Hochzeit des Albert Krayer und der Wilhelmine Ehrenfelder am 19. Juli 1904 im Gasthaus zur Sonne (Emma Pleuler, Karin Werner: Das war damals noch eine heile Welt, Mundingen 2014, Seite 55)
Gasthaus Sonne um 1910 – Foto: Otto Raupp
Sonnensaal zwische 1932 und 1970
Postkarte 50er Jahre
Postkarte 80er Jahre
Gasthaus Sonne-Stube 2025, Foto: Klaus Nunn
Wirtshausschild mind. aus dem 19. Jahrhundert, Foto 2024: Klaus Nunn