Das Wappen der bis 31.12.1973 selbstständigen Gemeinde Mundingen im Landkreis Emmendingen zeigt in gespaltenem Schild vorn (Schwertseite) in Silber (Weiß) auf grünem Dreiberg eine grüne Eichenstaude mit 5 grünen Eicheln, hinten in Gold (Gelb) ein roter Schrägbalken von oben links nach unten rechts verlaufend.

Das erstmals 1660 nachweisbare Gerichtssiegel war über hundert Jahre im Gebrauch, es ist noch 1777 an einem Erblehensrevers überliefert. Besonders zu beachten ist, dass dem Wappen des Markgrafen von Baden, abweichend von den Siegeln der benachbarten Gerichte, nur das hintere Feld des Wappenschildes zugewiesen ist. Die Erklärung ergibt sich bei Betrachtung des Siegels des Gerichts Sexau, das auch eine Eichenstaude enthält, allerdings mit nur vier Eicheln und ohne Laub. In der näheren Umgebung hat auch die Gemeinde Eichstetten am Kaiserstuhl einen Eichenzweig im Wappen, mit vier Blättern und einer Eichel. Sowohl das Sexauer als auch das Eichstetter belegen die Eicheln den hinteren und der badisch-markgräfliche Schrägbalken den vorderen Wappenteil. So sah man das beste Unterscheidungsmerkmal wohl in der Platzierung des markgräflichen Wappens. Es könnte allerdings auch ein Ausdruck des Selbstbewusstseins der Mundinger sein, ihr Dorfzeichen dem herrschaftlichen Signet voran zu stellen.
Quelle: Wappenbuch des Landkreises Emmendingen und Band 23 der Veröffentlichungen der Staatlichen Archivverwaltung Baden-Württemberg, 1969, herausgegeben vom Landkreis Emmendingen und der Staatlichen Archivverwaltung Baden-Württemberg, bearbeitet im Auftrag des Generallandesarchivs Karlsruhe von Dr. Hans Georg Zier; Wappen entnommen aus www.emmendingen.de
Auf Veranlassung von Ortsvorsteher Klaus Nunn erhielt Mundingen 2025 erstmals eine eigene Fahne. Sie ist zusammengesetzt aus den Farbstreifen Grün und Weiß, entsprechend den Farben im vorderen Wappenteil.
